Krieg in der Ukraine

Krieg in der Ukraine – was sagt der KiB?

Am 24.03.2022 hat Russland einen Angriffs-Krieg gegen die Ukraine begonnen. Dies ist auch Thema im KiB.

Im KiB lernen die Kinder über Konflikte zu sprechen. Sie wissen, dass Streit normal ist. Sie wissen aber auch, dass es Regeln für das Streiten gibt.

Im KiB lernen, spielen und leben die Kinder in Gruppen. Die Gruppen treffen Vereinbarungen darüber, wie die Kinder und Erwachsenen miteinander umgehen. Grenzen und vereinbarte Regeln müssen eingehalten werden.

In jedem Krieg werden diese Regeln gebrochen. Waffengewalt ersetzt Gespräche auf Augenhöhe. Grenzen werden missachtet. Der*die Stärkere unterdrückt den*die Schwächere*n. Menschen sterben, leiden und haben Angst.

Oft treffen Menschen die Entscheidungen, die selbst nur wenig vom Leid des Kriegs betroffen sind.

Der Krieg gegen die Ukraine wurde vom russischen Präsidenten Putin befohlen. Es waren nicht die Menschen, die in Russland leben. Es waren auch nicht die Menschen, die in anderen Ländern leben.

Wie überall gehören zu einem Konflikt immer mindestens 2.

Die Politiker*innen aller Länder müssen überlegen, welchen Anteil sie am Krieg in der Ukraine und an allen anderen Kriegen auf der Welt haben. Auch wir als Menschen müssen darüber nachdenken, wie wir uns verhalten und wie wir miteinander umgehen.

Aber, mit dem Angriffs-Krieg auf die Ukraine hat Putin befohlen, Menschen zu töten und die Grenze eines Landes zu missachten. Damit hat er die Regeln für das friedliche Zusammenleben auf der Welt gebrochen. Für den Angriffs-Befehl auf die Ukraine und die Folgen muss er die Verantwortung tragen.

In Oldenburg und in den Kitas kommen Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen. Und wir werden immer mehr. Es kommen Menschen zu uns, die aus dem Krieg geflüchtet sind.

Geflüchtete aus aller Welt haben wichtige Gründe für ihre Flucht. Oft haben sie Schreckliches erlebt. Sie haben Angst, sind traurig und fühlen sich allein und hilflos. Wir wollen sie willkommen heißen und ihnen helfen wo sie Hilfe wünschen.

Wir freuen uns, in einem demokratischen Land zu leben.

Für uns heißt das auch, dass wir die Regeln des friedlichen Zusammenlebens einhalten. Die Menschen aus Russland, Belarus, Nordkorea, Syrien, Afghanistan, Iran, Irak, Kroatien, der Ukraine und allen anderen Ländern der Welt haben wichtige Gründe hier zu sein. Sie sind Bürger*innen Oldenburgs oder leben hier als unsere Gäste.

Für Menschen mit eigenen Fluchterfahrungen oder Freund*innen oder Verwandten in Kriegsgebieten sind Berichte über einen neuen Krieg besonders schrecklich. Sie machen sich große Sorgen um Freund*innen und Angehörige oder schlimme Erinnerungen werden wieder wach.

Kriege betreffen nicht nur die Menschen in den angegriffenen Staaten. In der Ukraine sterben auch Russ*innen und Menschen aus vielen anderen Ländern, die dort kämpfen oder leben.

Wir werden weiter freundlich mit allen Menschen umgehen. Es gibt keinen Grund das russische Volk oder Menschen mit russischen Wurzeln für den Krieg in der Ukraine verantwortlich zu machen.

In unserer Demokratie ist es erlaubt, verschiedener Meinung zu sein. Wir können einander zuhören und miteinander sprechen. Wir können unsere Meinung begründen.

Einander wegen unserer Herkunft oder Meinung zu beschimpfen oder nicht mehr miteinander zu reden, kommt für uns nicht in Frage. Dagegen beziehen wir Stellung. Dies gilt sowohl auf den Schulhöfen und in den Kitas als auch für unsere Gesellschaft.